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Deutschland

Der Süden

Im Norden von BADEN-WÜRTTEMBERG liegt Mannheim (Internet: www.mannheim.de), ein wichtiges Industrie-, Wirtschafts- und Kulturzentrum am Zusammenfluß von Rhein und Neckar. Die ehemalige kurfürstliche Residenz- und Festungsstadt wurde im 17. Jahrhundert im Schachbrettmuster angelegt und hat Zahlen- und Buchstabenkombinationen statt Straßennamen. Sehenswürdigkeiten sind das Kurfürstenschloß (Anfang 18. Jh.), in dem heute die Universität untergebracht ist, die barocke Jesuitenkirche sowie das Rathaus und der Marktplatz. An der Jugendstilanlage Friedrichsplatz um Mannheims Wahrzeichen, dem Wasserturm, liegen die Städtische Kunsthalle (bedeutende Sammlung von Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts) und das Konzert- und Kongreßzentrum Rosengarten. Das traditionsreiche Nationaltheater, in dem Schillers Drama Die Räuber uraufgeführt wurde, genießt bei Schauspiel- und Opernfreunden in ganz Deutschland einen guten Ruf. Das Reiss-Museum im alten Zeughaus mit seiner historischen Theatersammlung und das Technische Landesmuseum für Arbeit sowie der schöne Luisenpark inmitten der Stadt sind ebenfalls einen Besuch wert. In der Spargelstadt Schwetzingen liegt das barocke Sommerschloß der Pfälzer Kurfürsten mit seinem zauberhaftem Landschaftsgarten und dem prächtigen Rokokotheater, das zwischen Mai und Juni Schauplatz für Opern- und Konzertaufführungen im Rahmen der Schwetzinger Festspiele ist.



Die berühmteste Stadt am Neckar ist Deutschlands älteste Universitätsstadt Heidelberg (Internet: www.heidelberg.de),die von den Ruinen des berühmten Schlosses (14.-17. Jh.) überragt wird. Das Residenzschloß der pfälzischen Kurfürsten wurde teils im Stil der Renaissance, teils im gotischen und barocken Baustil erbaut. Im Schloß ist das »Große Weinfaß«, das 220.000 l faßt, und das Apothekermuseum zu besichtigen. Besonderen Anklang finden im Sommer die Serenadenkonzerte und die Schloßfestspiele mit dem in englischer Sprache aufgeführten Musical The Student Prince im Schloßhof. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten in der Stadt zählen die Alte Brücke über den Neckar, die Heiliggeistkirche mit Marktplatz und Rathaus und das Hotel Ritter, eines der schönsten Renaissancegebäude Deutschlands. Die Universität Heidelberg wurde 1386 gegründet und genießt internationalen Ruf. Die Dichter und Maler der Romantik haben Heidelberg in ihren Werken verewigt. In den Gassen der malerischen Altstadt gibt es unzählige gemütliche Weinstuben und Studentenkneipen. Der ehemalige Studentenkarzer (19. Jh.), ein Studentengefängnis, kann besichtigt werden. Von den Burgen Gutenberg, Hornberg und Hirschhorn hat man eine gute Aussicht auf die malerische Landschaft und die Weinberge des Neckartals.



Von Mannheim/Heidelberg verläuft die 280 km lange Burgenstraße nach Nürnberg in Bayern. Die Straße folgt zunächst dem Fluß Neckar, bevor sie Heilbronn erreicht. Sie verläuft weiter durch mittelalterliche Orte und Residenzstädte wie Rothenburg und Ansbach in Bayern. Weiter südlich befindet sich die Schwäbische Alb, die größte Karstlandschaft Mitteleuropas. Sie liegt zwischen dem Schwarzwald und der Donau (Europas zweitlängstem Fluß). Touristische Anziehungspunkte sind die Hohenzollernburg bei Hechingen, die Abtei Beuren und die Bärenhöhlen. Urach und Kirchheim unter Teck sind ausgesprochen hübsche Städtchen. Ulm (Internet: www.ulm.de) ist der Geburtsort Albert Einsteins. Der Turm des gotischen Ulmer Münsters ist der höchste Kirchturm der Welt. Von Ulm führt die Straße weiter nach Reutlingen und Blaubeuren mit seiner wunderschönen Abtei und seiner geheimnisvollen Quelle, dem »Blautopf«.



Die alte Reichsstadt Heilbronn (Internet: www.heilbronn.de) liegt inmitten von Weinbergen an der Burgenstraße. Das Renaissance-Rathaus und die gotische Kilianskirche (1513-29) mit dem Turm (62 m) sind besonders schön. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Neckartal.

Nördlich von Stuttgart liegt die Barockstadt Ludwigsburg (Internet: www.ludwigsburg.de), die Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg Anfang des 18. Jahrhunderts um sein Residenzschloß anlegen ließ. In der historischen Innenstadt befinden sich der arkadenumsäumte Marktplatz mit zwei Barockkirchen sowie die Wohn- und Geburtshäuser berühmter Dichter wie Eduard Mörike und Friedrich Schiller. Das Residenzschloß (1704) mit seiner 1758 gegründeten Porzellanmanufaktur und der Schloßpark mit Märchengarten sind in den Sommermonaten Schauplatz für die Ludwigsburger Schloßfestspiele und die Gartenschau Blühendes Barock. Sehenswert sind auch das Jagd- und Lustschloß Favorite und das Seeschloß Monrepos.



Stuttgart
(Internet: www.stuttgart.de), die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, ist eine grüne und weitläufige Stadt, die von bewaldeten Hügeln, Obstgärten und Weinbergen umgeben ist. Nur 25% der Stadtfläche sind bebaut. Vom 193 m hohen Fernsehturm hat man einen schönen Blick auf die Landesmetropole und ihre reizvolle Umgebung. Besuchenswert sind die moderne Staatsgalerie, der Prinzenbau, die Alte Kanzlei am Schillerplatz und die Stiftskirche (15. Jh.). Das Neue Schloß, die frühere Residenz der Könige Württembergs, wurde nach 1945 sorgfältig restauriert. Das Württembergische Landesmuseum und das Daimler-Benz Automuseum sind zwei der interessantesten Museen der Stadt. Schön ist auch ein Besuch der Wilhelma (Zoo und Botanischer Garten).



Die Universitätsstadt Tübingen (Internet: www.tuebingen.de) liegt südlich von Stuttgart am Neckar. Der alte Stadtkern ist noch vollständig erhalten. Anziehungspunkte sind das Schloß Hohentübingen (1078, ehemaliger Sitz der Pfalzgrafen), die alte gotische Stiftskirche (1470) mit der königlichen Grabstätte, der Marktplatz mit dem Rathaus (1453), der Hölderlinturm sowie die alte und die neue Aula der Universität. In der Stadt stehen zahlreiche Denkmäler, u. a. von Johannes Kepler, Hegel, Schelling, Hölderlin, Mörike, Hauff und Uhland, die am Theologischen Seminar der Universität studierten.



Im äußersten Südwesten bildet der Rhein die natürliche Staatsgrenze zu Frankreich. Hier liegt der Schwarzwald (Internet: www.schwarzwald-tourismus.info) das meistbesuchte Mittelgebirge Deutschlands. Die wildromantischen Gebirgswälder, Schluchten und die herrlichen Seen begeistern nicht nur Wanderfreunde. Im Südschwarzwald liegen zwei der schönsten, der Titisee und der Schluchsee. Der Schwarzwald ist außerdem für seine Mineralquellen bekannt, deren Heilkräfte bereits von den Römern entdeckt wurden. Das renommierteste Kurbad ist Baden-Baden (Internet: www.baden-baden.de), welches im vorigen Jahrhundert die Sommerhauptstadt Europas war, in der sich früher der europäische Adel traf. Heute versammeln sich die Kurgäste im Kurpark, um das heilsame Wasser in der Trinkhalle zu kosten. Gestärkt und erfrischt, kann man dann eine der vielen Sportanlagen der Stadt aufsuchen. Abends können Bescher das Spielkasino aufsuchen, das von Marlene Dietrich als das eleganteste der Welt bezeichnet wurde. Weitere Attraktionen sind das barocke Kleine Theater, die Kunsthalle, die Ruinen des Römischen Badhauses, das Neue Schloß mit dem Zähringen Museum, die Stiftskirche aus dem 15. Jahrhundert, die Russische Kirche und die Romanische Kapelle.



Die alte Universitätsstadt Freiburg (Internet: www.freiburg.de) ist das Tor zum Südschwarzwald. Der 116 m hohe Kirchturm des gotischen Münsters (12.-15. Jh.) gilt als architektonisches Meisterwerk. Das rote Kaufhaus auf dem Münsterplatz (1550), das Augustiner Museum, Deutschlands ältestes Gasthaus, das Gasthaus zum »Roten Bären«, und viele gute Weinstuben erwarten den Besucher. Aufgrund der vielen Experimente und Aktivitäten im ökologischen Bereich gilt Freiburg als »grüne Hauptstadt Deutschlands«. Den nahegelegenen Schauinslandberg kann man mit der Drahtseilbahn erreichen. Ein weiteres Naherholungsziel ist Todtnauberg, der höchstgelegene Urlaubsort im Schwarzwald (1006 m). Der höchste Berg der Region ist der Feldberg, ein beliebtes Wintersportgebiet.



Konstanz
(Internet: www.konstanz.de) am Bodensee ist eine Universitätsstadt an der Schweizer Grenze. Die historische Altstadt bietet viele sehenswerte Bauwerke, darunter das malerische Konzilsgebäude (14. Jh.), das Renaissance-Rathaus (16. Jh.), das Barbarossa-Haus (12. Jh.), das Hus-Haus (15. Jh.) und die alten Stadtbefestigungen Rheintorturm, Pulverturm und Schnetztor. Das Münster mit seiner wunderschönen Eingangspforte ist ebenfalls einen Besuch wert. Es gibt mehrere Theater und Konzertsäle sowie ein Spielkasino.



Auf der anderen Seite des Bodensees liegt das bayerische Lindau (Internet: www.lindau.de), das früher eine freie Reichsstadt war. Die mittelalterliche Altstadt liegt auf einer Insel im Bodensee, die man von der neuen Gartenstadt aus über die Seebrücke erreicht. Das alte Rathaus ist besonders sehenswert (1422-1435). Weitere Anziehungspunkte sind der Diebsturm, der Mangturm (Alter Leuchtturm), die Heidenmauer, die Hafeneinfahrt (Neuer Leuchtturm) und das Internationale Kasino. In der romantischen Stadt Meersburg (Internet: www.meersburg.de) befinden sich zwei prächtige Schlösser und das Deutsche Zeitungsmuseum (nur im Sommer geöffnet), das auf drei Etagen die Geschichte der deutschsprachigen Presse erzählt.



Die ehemalige Festung und Reichsstadt Ulm ist vor allem für ihr gotisches Münster bekannt. Der 161 m hohe Turm ist der höchste Kirchturm der Welt und kann über 768 Stufen erklommen werden. Das Chorgestühl stammt von J. Syrlin. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das schöne Rathaus, die Kornbörse (1594), das Schuhaus (1536) und das Schwörhaus (1613). Schön ist ein Spaziergang durch das alte Fischerviertel mit den teilweise noch erhaltenen Stadtmauern und dem Metzgerturm. Das Kloster Wiblingen, die Barockbibliothek, das Brotmuseum und das Städtische Museum sind ebenfalls einen Besuch wert.